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1128 befand sich eine durch Bischof Otto von Bamberg geweihte Kirche in Pfahlbauweise auf den heutigen Platz der St. Nikolaikirche,
die dort anstelle eines heidnischen Tempels errichtet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung des Nachfolgebaues, der Feldsteinkirche, erfolgte 1241.
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Die St. Nikolaikirche ist ein dreiachsiger Feldsteinbau mit eingezogenem quadratischen Chor mit einer im Westturm befindlichen Nordsakristei. Im
15. Jahrhundert wurde die Einwölbung auf einer mittleren Pfeilerreihe gestützt und die Schiffswände der Kirche verändert.
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Historischer Zustand
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St. Nicolai im November 2006
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Ein Stadtbrand 1729 fügte der Kirche schwere Schäden zu. Der damalige General-Superindent Joachim Albrecht berichtet darüber, daß nur noch die
Seitenmauer, das Gewölbe und die Giebel vorhanden waren. Daraufhin erfolgte der Wiederaufbau der Kirche. 1881 bis 1883 wurde dann die Kirche durch Theodor Prüfer umfangreich restauriert und zum Teil
erneuert. So wurden die Portale umgestaltet, Schiffsfenster eingefügt und Strebefeiler eingebaut, der Turm verstärkt und erhöht und ein Abbruch der östlichen und westlichen Mittelfeiler und die
Umgestaltung der entsprechenden Gewölbefelder vorgenommen.
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Die Fenster von St. Nicolai
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Nordfenster Martin Luther
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Ostfenster Christus
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Ostfenster, nördlich St.Otto
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Ostfenster, südl. St. Nicolaus
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Südfenster,östl. Petrus
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Südfenster,westl. Paulus
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Die Kanzel, der Altar, der Taufstein und das Gestühl stammen ebenfalls aus den Jahren 1881 bis 1883. In den Jahren 1934/35 erfolgte eine Übermalung
der neugotichen Farbfassung von 1883. Der Turm wurde 1988 mit neuem Kupfer versehen. 1992 wurde das Dach der Kirche mit Pfannenziegeln neu eingedeckt. Die Turmuhr- und Läuteanlage wurde 1995
elektrifiziert.
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Erst danach, im Jahre 1996, konnte das Dachtragwerk im Traufbereich des Langschiffes saniert werden. Im darauffolgenden Jahr erfolgte die
Sanierung des Dachtragwerkes und eine Rißsanierung im Chor. Im Zuge der Rißsanierung wurde die neugotische Farbfassung von 1883 rekonstruiert. Ebenfalls 1997 erfolgte dann der Einbau einer modernen
Heizung. 1998 wurde das Dachtragwerk und Mauerwerk des Kirchturms saniert. Außerdem wurden neue Treppen im Turm eingebaut.
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Besonders erfreulich war die Weihe des vierstimmigen Geläuts im Jahre 1999. Zu der alten Glocke, gegossen 1798 vom
Glockgießer Metzger aus Stralsund, erwarb die Kichengemeinde drei neue Glocken von der Fa. Bachert aus Heilbronn. In beiden Weltkriegen mußte die Kichengemeinde jeweils zwei Glocken für Kriegszwecke
einschmelzen lassen.
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Die Kirche ist mit einer Orgel von 1831 ausgestattet, die von C.A. Buchholz aus Berlin erbaut worden ist. Sie hatte 23 klingende Stimmen, zwei
Manuale und Pedal. 1883 wurde sie dann durch die Fa. Sauer, Frankfurt/Oder umgestaltet und in die Turmnische verlegt. 1915 erfolgte wiederum ein Umbau der Traktur (pneumatische Kegelladen) durch Fa.
Grüneberg, Stettin. 1965 wurde die Orgel klanglich durch die Fa. Schmeißer, Rochlitz, Sa. umgestaltet. Von 1998 bis 2000 wurde die Orgel umgebaut und komplett restauriert durch die Fa. Sauer, Müllrose.
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Im Chorraum befinden sich spitzbogige Fenster. Auf den östlichen Fenstern sind Otto v. Bamberg, Christus und der Heilige Nicolaus (Namenspatron der
Kirche) dargestellt.
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m nördlichen Chorfenster ist Martin Luther und in den beiden südlichen sind die Apostel Paulus und Petrus dargestellt. Zur weiteren Ausstattung der
Kirche gehören ein Bildnis des Magister Schröder, welcher von 1706 - 1766 Pastor in Gützkow war. Das Bildnis befindet sich an der östlichen Wand des nördlichen Seitenschiffes.
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